Letzte Änderung: 13.09.2008

Michael

5p- Info-Brief 1999/1

(Leserbrief zum Therapeutischen Reiten)

 

Unser Sohn Michael (geb. 1991) bekommt seit 2 1/4 Jahren 14-tägig Reittherapie. Wir haben einen 14-tägigen Turnus gewählt, da wir glauben, dass es Michael mehr Spaß macht, wenn die Therapie nicht wöchentlich stattfindet, es ist weniger Gewohnheit und das Interesse bleibt bestehen. Er ist auch bis heute mit Spaß dabei. Michael sitzt ohne Sattel auf dem Pferd, er kann sich nur an den beiden Griffen des Haltegurtes festhalten. Michael macht die verschiedenen Übungen, z.B. Arme hoch, Arme nach hinten aufs Pferd legen, sich mit dem Rücken aufs Pferd legen, mit der Hand bis zum Knie und zum Knie greifen usw., gut mit. Das Pferd geht bei diesen Übungen mal gerade aus, mal in Schlangenlinien oder im Kreis, oder es geht "Stop and Go". Auch darf er zum Schluss auch immer etwas traben, wenn er brav mitgemacht hat, was Michael immer besonderen Spaß bereitet. Leider hat er auch schon versucht, das Pferd alleine zum Traben anzuweisen. Wir mussten ihm dann klarmachen, dass er vom Pferd fallen kann, was nicht immer ganz leicht war (mit Belohnung, wenn er weiter brav reitet oder Strafe, wenn er nicht aufhört das Pferd anzutreiben).

Wir haben natürlich keinen Vergleich, wie sich Michaels Motorik und Gleichgewicht ohne Reittherapie entwickelt hätte, aber wir glauben, dass es ihm schon einiges gebracht hat. Vor Beginn der Reittherapie ging Michael einige Stufen im Erwachsenenschritt frei hinauf und einige Stufen im Kinderschritt frei hinunter. Heute geht Michael eine ganze Wendeltreppe frei hinauf im Erwachsenenschritt, frei hinunter im Kinderschritt bzw. mit 1 Hand festhalten im Erwachsenenschritt. Er kann auch wesentlich besser hüpfen, er rennt auch wesentlich sicherer. Die Krankenkasse (AOK) übernimmt nicht die Kosten der Reittherapie.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele