Letzte Änderung: 13.09.2008

Chirophonetik

 

(Chiro: griechisch „Hand“, Phonetik: Lehre von der Lautbildung)

Bei dieser anthroposophisch orientierten Wahrnehmungstherapie handelt es sich um eine Sprachanbahnungsmethode. Über das Ansprechen des Tast- und Hörsinnes versucht man, die Lautbildung intensiver an das Kind heranzubringen. Man artikuliert einen Laut und führt gleichzeitig auf dem Rücken, den Armen oder Beinen einen entsprechenden Massagestrich aus. Dieser ahmt die Luftströmung nach, die bei der Artikulation im Munde entsteht. Das bedeutet, man übersetzt die physiologischen und phonetischen Gesetzmäßigkeiten der Lautbildung in eine grobmotorische Bewegung. Der Druck und die Form der Massagestriche bewirken ein stärkeres Erleben der Laute, als wenn sie nur durch das Ohr wahrgenommen werden. Dem Kind und seiner sprachlichen Problematik entsprechend werden einzelne Laute, Silben oder Wörter geschrieben.

Zur „entspannend weckenden Belebung“ kann man auch verschiedene Rhythmen streichen.