Letzte Änderung: 17.07.2009

Thema Schule
Integration

5p- Info-Brief 2009

Einführung des Editors

Was uns alle betrifft; Schlagworte: Integration und Inklusion

Zuerst eine kurze Begriffsklärung:

Auszug aus dem Visionspapier 2008 der Lebenshilfe:

Das Wissen, das sich in der Behindertenhilfe quasi getrennt von den gesellschaftlichen Regelstrukturen über das Zusammenleben mit behinderten Menschen entwickelt hat, soll wieder dorthin kommen, wo es "eigentlich hingehört": Bürger sollen wissen, dass Menschen mit Behinderung häufig gar nicht so besonders sind, dass der Umgang mit Ihnen weniger Spezialwissen erfordert, sonder Vorurteilslosigkeit.
Natürlich braucht es auch "Spezialwissen" der Behindertenpädagogik und Fachlichkeit- dies Politikern und Verwaltungsexperten ins Stammbuch geschrieben, die mit "progressiven Vokabeln" argumentieren, um Geld zu sparen.

Aber dieses Wissen soll den Menschen in der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden, in dem Spezialisten auch im Gemeinwesen präsent sind, und nicht mehr fast ausschließlich in den Institutionen. Dies ist mit Kompetenztransfer gemeint: die Kompetenz der Behindertenhilfe wird transferiert in Regelstrukturen wie Sportvereine, Kirchengemeinden, Volkshochschulen, Kindergärten und Schulen, Arbeits- und Wohnungsmärkte, damit das Zusammenleben dort funktioniert und Ausgrenzung/Besonderung vermieden wird.

Zitiert aus bzw.: siehe auch: Inklusion eine Herausforderung (http://www.lebenshilfe.de)

AH (2009)

Hier ein paar Leserbriefe von unseren Elternbrief Lesern mit Meinungen zum Thema Integration

 

Miteinander. Rücksicht. Nachsicht.

Ich finde, Integration ist nicht nur Thema bei den Behinderten, sondern generell dass allen Menschen mit Respekt und Achtung begegnet wird. Ich für meinen Teil bin glücklich, wenn Chris akzeptiert wird, wie ER ist. Wenn man ausspricht, dass ER willkommen ist. Leben und leben lassen.
So das war's, ich muss aufhören sonst schreibe ich gleich Romane.

Christian's Mutter Maria (2009)

"Bisher war es wichtig, dass jeder, der anders ist, die gleichen Rechte hat. In Zukunft wird es wichtig sein, dass jeder das gleiche Recht hat, anders zu sein."
(Willem De Klerk,Friedensnobelpreiträger und ehemaliger Vizepräsident von Südafrika)

Integration, der tägliche Kampf. Kampf bei Behörden, im Kindergarten, in den Schulen und im privatem Umfeld. Die Ausgrenzung unserer behinderten Kindern und Erwachsenen ist immer noch die Norm. Wünschenswert wäre es, in einer Umwelt zu leben, in der Menschen mit Beeinträchtigung akzeptiert werden. Dass "anders sein" selbstverständlich und alltäglich ist.
Zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen wäre eine von Kindheit an alltägliche Begegnung, ein selbstverständlicher Umgang mit dem "anders sein" ganz normal. Das Zusammen(er)leben und -lernen von Kindern und Erwachsenen trägt sehr viel zur Akzeptanz bei. Ich glaube, dann werden Stärken und Schwächen akzeptiert und als selbstverständlich angesehen.

Leider hört die Integration meist am Tag der Einschulung auf, und die Kluft zwischen behindert und nicht behindert wird wieder fast unüberbrückbar. Integration wünsche ich mir durchgehend bis ins hohe Alter. Kinder und Schülergruppen, die alte Menschen im Altenheim besuchen, gibt es ja auch.

Leonie's Mutter Karin (2009)