Letzte Änderung: 13.09.2008

Einsatz von Gebärden

Eine Stichwortsammlung

5p- Info-Brief 2008

Vor dem Einsatz von Gebärden steht die Anbahnung durch das Aufgreifen vielfältiger Grunderfahrungen in verschiedenen Wahrnehmungsbereichen, z.B. :

Zu den wichtigsten Grundvoraussetzungen für das Erlernen von Gebärden gehören sowohl das Interesse an der Umwelt, als auch das Interesse Bedürfnisse mitzuteilen. Die körperliche Mobilität sollte so weit vorhanden sein, dass Gebärden ausgeführt werden können. Ein gewisses Maß an Konzentration und Ausdauer ist wichtig für den Lernprozess. Auch eine gewisse Speicher- und Verarbeitungsfähigkeit. Der Mensch mit Behinderung muss in der Lage sein zu lernen, einen realen Gegenstand mit einer Gebärde zu verbinden. Die Gebärde muss auch bei Nichtvorhandensein eines Gegenstandes als Bedeutungsträger angewendet werden können (Objektpermanenz). Bei einigen Menschen mit geistiger Behinderung wird es über das Wahrnehmen, Begreifen und Umsetzen hinaus keinen spontanen Gebrauch von Gebärden geben. Die Gebärden werden nur verstanden, doch schon dieser Schritt kann eine große Entlastung und ein Gewinn für die betroffene Person sein. Man kann zu Beginn der Arbeit keine Prognose darüber machen, wie viele Gebärden, in welchem Zeitraum von der jeweiligen Person erlernt werden können.

Mit was fange ich an? Meine Rolle beim Einsatz von Gebärden.

Beim Zusammenstellen einer ersten Auswahl an Gebärden können folgende Gesichtspunkte hilfreich sein:

Tipps für das Üben von Gebärden:

Kommunikationsgelegenheiten nutzen und schaffen (siehe auch Ursi Kristen in UK Heft 1/2006)

Beispiele für Übungen zur Gebärdenvermittlung

Beim Einsatz und den verschiedenen Übungsmöglichkeiten im Bereich Gebärden sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Im Folgenden eine kleine Zusammenstellung an praktischen Übungsbeispielen.

Fr. Herkommer, Mittelstufenleiterin Schule Haslachmühle

siehe auch Literatur zum Thema.